Kryptowährungen – Was ist das eigentlich?

KryptowährungenKryptowährungen sind digitale Vermögenswerte. Sie fungieren als Tauschmittel und werden unter anderem an Online-Börsen gehandelt. Sie tauschen die digitalen Währungen wie klassisches Papiergeld getauscht und besitzen einen sich stetig ändernden Gegenwert. Dieser basiert auf Angebot und Nachfrage. Die bekanntesten Kryptowährungen sind der Bitcoin, Litecoin, Dogecoin, Ripple und Ethereum.

Hintergründe und Entstehung

Eine Gruppe von Fotografen und Programmierer (Cypherpunk-Bewegung) diskutierte am Anfang der 90er-Jahre über Verfahren, die die Privatsphäre der Nutzer digital schützen. Satoshi Nakamoto gilt als der Erfinder des Bitcoins und war ebenfalls ein aktives Mitglied der Bewegung. Ein britischer Programmierer namens Adam Back entwickelte das erste Proof-of-Work-Verfahren, auf dem die heutigen Kryptowährungen basieren.

Eigenschaften und Merkmale

Die Blockchain (Blockkette) ist die zentrale, technische Grundlage für digitale Währungen und basiert auf 3 Konzepten. Alle Transaktionen innerhalb der Blockkette sind für alle Teilnehmer öffentlich einsehbar. Die Informationen werden auf einem globalen Netzwerk von Computern gespeichert. Jeder Teilnehmer kann bei Bedarf eine vollständige Kopie der Blockchain (Full Node) herunterladen und auf seinem Rechner speichern. Die Miner (Schürfer) müssen jede Transaktion bestätigen und mithilfe des rechenintensiven Proof-of-Work-Verfahrens einen Schlüsselcode errechnen. Die Transaktion wird erst in die Blockkette eingetragen, sobald ein Code (Hash-Wert) gefunden wurde. Der erste Schürfer, der eine Transaktion verifiziert, bekommt eine finanzielle Belohnung.

Bitcoin

Mittlerweile gibt es mehr als 3.000 digitale Währungen. Der Bitcoin ist die älteste, bekannteste und wertvollste Kryptowährung der Welt. Am 1. November 2008 stellte Satoshi Nakamoto seine Idee erstmals der Öffentlichkeit vor. Bereits am 12. Januar wurde eine erste Transaktion mit der Kryptowährung durchgeführt. Der Bitcoin ist im Wert innerhalb der letzten Jahre deutlich gestiegen und besitzt enorme Kursschwankungen. Der bisherige Höchstwert wurde am 14. April 2021 erreicht und betrug 54.191 Euro.

Ethereum

Ethereum besitzt nach dem Bitcoin die zweitgrößte Marktkapitalisierung. Im Detail handelt es sich um ein verteiltes, quelloffenes System zum Anlegen, Ausführen und Verwalten von dezentralen Kontrakten (Smart Contracts) sowie Programmen. Somit ist Ethereum quasi das Gegenteil der herkömmlichen Client-Server-Architektur. Ethereum verwendet als Zahlungsmittel für seine Transaktionen eine interne Kryptowährung namens Ether (ETH). Der bisherige Höchstwert von Ethereum lag bei 3.629 Euro und wurde am 12. Mai 2021 erreicht.

Chancen und Risiken von Kryptowährungen

Der wichtigste Vorteil einer Kryptowährung ist die vollkommene Unabhängigkeit von Geldinstituten. Jede Transaktion erfolgt ausschließlich zwischen dem Verkäufer und dem Käufer. Alle Transaktionen werden unabhängig vom Standort schnell und sicher durchgeführt. Der Bitcoin und andere digitale Währungen sind weltweit nutzbar und müssen nicht erst in eine andere Währung umgetauscht werden. Die Erzeugung von einem neuen Bitcoin basiert auf einem überaus komplizierten Algorithmus. Insgesamt kann es niemals mehr als 21 Millionen Coins geben. Sobald die maximale Menge erreicht wurde, soll sich der Bitcoin-Kurs stabilisieren. Dank der öffentlich einsehbaren Blockchain ist die Kryptowährung vollkommen transparent. Trotz der offenen Buchführung sind alle Teilnehmer nach außen hin anonym. Darüber hinaus verfügt niemand über die Rechenkapazität, um die Blockkette zu manipulieren.

Der Bitcoin und die anderen Kryptowährungen sind vergleichsweise junge Währungen und stehen bei vielen Experten in der Kritik. Die Coins werden teilweise für den illegalen Handel von Waffen und Drogen missbraucht und sind den Steuerbehörden ein Dorn im Auge. Bis es eindeutige Gesetze und Richtlinien gibt wird noch einige Zeit vergehen. Aufgrund der großen Kursschwankungen eignen sich die digitalen Währungen nicht als vollwertiger Ersatz für die klassischen Zahlungsmittel. Wer mit dem Bitcoin und anderen Kryptowährungen handelt, muss teilweise hohe Gebühren bezahlen. Da es keine zentrale Aufsichtsbehörde oder Kontrolle gibt, ist jeder Teilnehmer für seine Coins verantwortlich. Es haben schon einige Nutzer größere Summen verloren, weil sie die Zugangscodes verloren haben. Darüber hinaus bemängeln die Kritiker den erheblichen Stromverbrauch von Kryptowährungen. Die Blockchain verbraucht jährlich genauso viel Strom wie Dänemark.

Wo kann man mit digitalen Währungen handeln?

Mit Bitcoins, Ethereum und anderen digitalen Währungen kann man an diversen Krypto-Börsen und Online-Marktplätzen handeln. Die bekanntesten Anbieter sind Coinbase, Binance, Kraken, Nuri und die BSDEX (Digital Exchange Börse Stuttgart). Die Börsen und Marktplätze unterscheiden sich im Hinblick auf die Gebühren und die unterstützten Kryptowährungen. Mittlerweile gibt es auch erste ETF s, die den Wert einzelner Kryptowährungen nachbilden. Diese können Sie, wie gewohnt, ganz normal über ihr Wertpapierdepot handeln.

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